Eine Frage des Respekts

09. Jan. 2012 | Ein Kommentar

Ein oder zwei Jahre ist nicht das Entscheidende. Ich möchte einfach weiter Fußball spielen! Ich bin optimistisch, dass wir zu einer Einigung kommen.

sagte Raúl am vergangenen Freitag im Rahmen eines Presse-Gesprächs in Doha und eröffnete damit den Vertragspoker um einen weiteren Verbleib auf Schalke. Es wird um viel Geld gehen und auch wenn die Erfolgsaussichten sicherlich gut sind – ein Selbstläufer wird diese Vertragsrunde für Manager Horst Heldt nicht werden. Doch die Aussagen Raúls sowie die Erwiderungen des Trainerstabs sowie der Vereinsführung weisen darauf hin, dass der notwendige Respekt auf beiden Seiten vorhanden ist, um in einen fruchtbaren Dialog zu treten.

Dieser notwendige Respekt scheint in der Verhandlung Schalke ./. Farfán längst abhanden gekommen zu sein. Von Beginn an entstand in der Öffentlichkeit der Eindruck, dass gegeneinander und nicht miteinander verhandelt wird. Spätestens nachdem die von Farfán (angeblich) geforderte Signing-Fee in Höhe von 14 Mio. Euro in die Öffentlichkeit gelangte, scheint das Tischtuch zerschnitten.

Man kann Farfáns astronomische Forderung nach monatelangem Schweigen verurteilen. Man muss die Tatsache kritisieren, dass Schalke diese Forderung öffentlich machte und den Peruaner damit medial zum Abschuss freigab. Auffällig sind jedoch die Unterschiede zwischen den Raúl- und Farfán-Verhandlungen. Dass eine Clubführung im einen Fall alles falsch und im anderen Fall alles richtig macht, muss einen Grund haben, der nicht ausschließlich im Finanziellen gesucht werden kann.

Für mich sieht’s wie eine „Wie man in den Wald hineinbrüllt…“-Situation aus.

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Ein Kommentar zu “Eine Frage des Respekts”

  1. Carlito69am 12. Januar 2012 um 08:00 1

    „ Für mich sieht’s wie eine „Wie man in den Wald hineinbrüllt…“-Situation aus.“

    Ich vermute Du hast Recht. Ich denke die Verantwortlichen auf Vereinsseite wollten sich nicht (länger?) an der der Nase herum führen lassen…

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