UEFA Champions League 2012/2013

21. Mai. 2012 | 6 Kommentare

Der Verlierer des samstäglichen Champions-League-Finals kommt aus dem Norden von London. An der „White Hart Lane“ werden die Tottenham Hotspurs, der Vierte der abgelaufenen Premier-League-Saison, 2012/2013 lediglich in der Europa-League antreten. Ihr sportlich errungenes Anrecht zur Teilnahme an der Play-Off-Runde zur Champions-League-Gruppenphase verlorenen die „Spurs“ in dem Moment, als Didier Drogba den entscheidenden Elfmeter in München verwandelte. Durch den Champions-League-Sieg ist der FC Chelsea, der in der Liga nur auf dem sechsten Platz einlief, ebenso wie Meister Manchester City, Vizemeister Manchester United und der Drittplazierte FC Arsenal sicher in der Gruppenphase dabei. Die Football Association wird in der Saison ihres 150. Geburtstages mit vier sicheren Startern in die „Königsklasse“ gehen. Tottenham ist nicht dabei. Schalke hingegen schon.


32 Mannschaften werden ab September 2012 um die Krone des europäischen Vereinsfußballs ringen. Theoretisch darf jeder europäische Verband zumindest den Meister entsenden. Faktisch beginnt im Juli in vier Qualifikationsrunden im KO-Prinzip das große Hauen und Stechen um die letzten elf freien Plätze. 21 Mannschaften wissen hingegen bereits jetzt, dass sie dabei sein werden, wenn die Hymne der Champions-League im September erklingt. Sie kommen aus elf Verbänden, denen die UEFA mindestens einen festen Startplatz zugesteht: England (4), Spanien, Deutschland (je 3), Italien, Portugal, Frankreich (je 2) sowie Russland, Niederlande, Ukraine, Griechenland und die Türkei (je 1). Belgien ist in der aktuellen Rangliste der europäischen Fußballnationen das erste Land, das ohne einen festen Startplatz kalkulieren muss.

Der FC Schalke 04 wird in der kommenden Champions-League-Gruppenphase in „Topf 2“ gesetzt. Damit steht fest, dass man einen Vertreter aus den jeweils anderen Lostöpfen 1, 3 und 4 zugelost bekommt. Seit Samstag ist „Topf 1“ bereits komplett gefüllt. Schalke wird es mit einem (aber auch nur mit einem!) der folgenden Gegner in der Vorrunde zu tun bekommen: FC Chelsea, FC Barcelona, Manchester United, Real Madrid, FC Arsenal, FC Porto und AC Mailand. Der FC Bayern als einziger deutscher Vertreter in „Topf 1“ kommt als möglicher Schalker Gegner in der Vorrunde nicht infrage.

Die Zusammensetzung von „Topf 2“ wird sich im Verlauf der Champions-League-Qualifikation noch geringfügig ändern. Von den acht Loskugeln sind jedoch bereits jetzt sechs mit Vereinsnamen gefüllt, einer davon ist der FC Schalke 04. Somit steht fest, dass Schalke in der Vorrunde keinesfalls auf eines dieser Teams treffen wird: FC Valencia, Benfica Lissabon, Schachtar Donezk, Zenit St. Petersburg und Manchester City. In den Töpfen 3 und 4 werden sich im Verlauf der Qualifikation noch so viele Veränderungen ergeben, dass eine weitere Betrachtung möglicher Schalker Gegner in der CL-Vorrunde derzeit sinnlos ist.

Nachfolgend ein Blick auf die 21 bereits fest qualifizierten Mannschaften für die Champions-League-Gruppenphase 2012/2013. Der Vollständigkeit halber habe ich aus den elf Nationalverbänden mit festen Startplätzen auch noch die Teams hinzugefügt und hellgrau unterlegt, die sich im Rahmen der Qualifikation noch für die Gruppenphase qualifizieren können.

Verband Platz Club
England 1. Manchester City
2. Manchester United
3. FC Arsenal
TV FC Chelsea
Spanien 1. Real Madrid
2. FC Barcelona
3. FC Valencia
4. FC Malaga
Deutschland 1. Borussia Dortmund
2. FC Bayern München
3. FC Schalke 04
4. Borussia Mönchengladbach
Italien 1. Juventus Turin
2. AC Mailand
3. Udinese Calcio
Portugal 1. FC Porto
2. Benfica Lissabon
3. Sporting Braga
Frankreich 1. Montpellier HSC
2. Paris St.-Germain
3. Lille OSC
Russland 1. Zenit St. Petersburg
2. Spartak Moskau
Niederlande 1. Ajax Amsteradm
2. Feyenoord Rotterdam
Ukraine 1. Schachtar Donezk
2. Dynamo Kiew
Griechenland 1. Olympiakos Piräus
2. Panathinaikos Athen
Türkei 1. Galatasaray Istanbul
2. Fenerbahce Istanbul

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Foto: Zellreder @ wikipedia

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6 Kommentare zu “UEFA Champions League 2012/2013”

  1. Henningam 21. Mai 2012 um 08:20 1

    Ist es nicht vielmehr so, dass durch chelsea’s Sieg Arsenal jetzt in die quali muss!?

  2. Matthiasam 21. Mai 2012 um 08:38 2

    Nein. Zwar hat „der Kaiser“ auf Sat1 im Vorlauf des Finales im Beisein von Johannes B. Kerner derartiges eloquent referiert, nach meinen Informationen (letzter Absatz) wird die UEFA das Regularium aber trotz der Beckenbauerschen Worte nicht ändern.

  3. RWDJojoam 21. Mai 2012 um 10:01 3

    Danke für die Aufklärung. Ich bin bis eben auch davon ausgegangen, dass Arsenal nun in die Quali muss. Konnte in den Durchführungsbestimmungen dazu aber nichts finden.

    Für die Spurs ist das natürlich total bitter. Denn es macht ja finanziell einen riesen Unterschied, ob man in der CL oder der EL spielt. Angeblich stehen nun deren Topstars Modric und Bale vor dem Absprung. Andererseits finde ich es richtig, dass der Titelverteidiger auch die Chance erhält, seinen Titel zu verteidigen. Nur hätte man das vielleicht so lösen können, dass Chelsea (wie Liverpool 2005/2006) einfach in der ersten Qualirunde einsteigen muss. Es macht ja für den lettischen (oder andere Fußballentwicklungsländer) Meister keinen Unterschied, ob er gegen den polnischen Meister rausfliegt oder gegen Chelsea. Chelsea ist dann vielleicht sogar ein Gegner, der für den lettischen Meister attraktiver ist.

  4. Rudinhoam 21. Mai 2012 um 15:52 4

    Die Quali der Nicht-Landesmeister wird durch den Erfolg Chelseas nur von 14 statt 15 Teams ausgetragen, in der ersten Runde der Quali nehmen nur acht statt zehn Teams teil. Es profitieren somit auch Sporting Braga und Spartak Moskau von Chelseas Titelgewinn, da die beiden sich eine Quali-Runde sparen können.
    Einen ganz guten Überblick über Setzliste der Königsklasse gibt es hier: http://kassiesa.home.xs4all.nl/bert/uefa/seedcl2011.html

  5. gerdam 23. Mai 2012 um 12:11 5

    Das (Fußball)-Märchen von Hans (auch Manu gerufen) im Glück ; auch zum Thema CL passend:
    In einer Stadt der 1000 Feuer lebte einst ein junger talentierter Mann. Er war so talentiert und fleißig, daß man ihm für seine Arbeit viel Geld anbot. Auch hatte er hier viele Freunde, die ihn bejubelten und immer seinen Namen riefen. Aber Geld und gute Freunde waren ihm nicht genug – Meister und Sieger wollte er schnell werden.
    Also verließ er seine Freunde und wechselte zu seiner Arbeit in ein Land, wo angeblich Meistertitel und Siegerpokale nur so regneten. Auch war es ihm egal, daß man seinen Namen nicht mehr rief und sogar Schilder hoch hielt mit Aufschriften wie „Koan Hans“
    Auch machte er bei seiner Arbeit manchmal Fehler über die man ihn auslachte.
    Aber er arbeitete Monat für Monat, um dann zum Ende des Jahres Arme voller Titel und Pokale zu haben.
    Dann wurde die Arbeit von Ihm mit der Leistung anderer Kollegen verglichen und siehe da, es reichte nur für den zweiten Platz: Koan Meister

    Aber es gab ja noch eine weitere Chance. Dazu mußte er zu seiner Arbeit in eine große Stadt fahren. Aber auch hier mußte er feststellen, daß andere
    cleverer waren als er: Koan Pokal

    Doch das wirklich Größte hatte er aber noch in der Hand. In seiner neuen Heimat
    gab man ihm eine Arbeit, bei deren Gelingen alles bisher nicht Erreichte überstrahlt werden sollte. So strengte er sich an. Arbeitete sogar noch länger, als an normalen Tagen. Doch am späten Abend, als die Lichter ausgingen, mußte er enttäuscht feststellen, daß wieder andere cleverer waren als er: Koan Pokal

    Die Moral von der Geschicht ?

  6. Stephanam 24. Mai 2012 um 11:24 6

    …nur was du mit dem Herzen tust wird gut!