Immer noch ein wenig schlechter als zuvor

10. Dez. 2012 | 17 Kommentare

Ja, sie können es noch schlechter. Sie beweisen es Woche für Woche erneut. Seit einer mittleren Ewigkeit legt Schalke die Latte der Erwartungen immer noch etwas tiefer um sie dann doch zu reißen. Dabei ist es müßig darüber zu diskutieren, ob der samstägliche Auftritt beim VfB Stuttgart besser, schlechter oder vergleichbar mit den Spielen der letzten Wochen war. Auf dem Bodensatz der fußballerischen Inspiration kann man sich so oder so nicht freischwimmen. Alles, was die Mannschaft im ersten Saisonviertel ausgezeichnet hat, ist wie fortgeblasen. Das junge, hungrige und spielfreudige Schalker Team hat sich in einen Stubentiger verwandelt, der sich willig in Niederlagen fügt.


Keine zwei Minuten dauerte es am Samstag, bis das Spiel seinen gewohnten Verlauf nahm. Erster Angriff Stuttgart – Jones und Uchida schauen staunend zu – erster Treffer für Stuttgart. Alles wie gehabt und absolut keine Überraschung mehr. OK, dass es nach nicht einmal 120 Sekunden schepperte, das war mir dann doch eine hochgezogene Augenbraue wert. Danach ging es weiter wie gehabt: Schalke versucht es mit Spielkontrolle, Schalke schießt ein Tor, Schalke zeigt sich über eigene Möglichkeiten erschrocken, Schalke pennt in der Rückwärtsbewegung, Schalke schenkt dem Gegner weitere Treffer. Nach 90 Minuten stellt man sich brav vor die TV-Kameras und bekundet routiniert, wie enttäuscht man doch ist und wie gemein der Schiedsrichter doch wieder war.

Beim 1:1 durch Marica war ich heilfroh, dass er Rumäne ohne Verletzung aus der Situation kam. Völlig ohne Not lauert Klaas-Jan Huntelaar in den Hacken seines Sturmpartners, wie ein Panter zum Sprung bereit. Er sprang zum Glück nicht und beschränkte sich darauf, einem Schatten gleich den Laufweg des Torschützen exakt nachzuahmen. Diese Nonsens-Aktion sollte Huntelaars wertvollster Beitrag für das Schalker Spiel gewesen sein. Überhaupt fällt immer mehr auf, wie unfähig der Goalgetter der letzten Saison zum Zusammenspiel mit einer zweiten Spitze ist und wie sehr diese individuelle Unfähigkeit Schalke lähmt. In der niederländischen Nationalmannschaft sitzt Huntelaar genau deshalb nur auf der Bank. Auf Schalke ist er selbst in unterirdischster Form alternativlos.

Nein, Klaas-Jan Huntelaar darf nicht der Sündenbock für die aktuelle Situation sein, genauso wenig wie Lewis Holtby. Doch an ihrem Saisonverlauf kann man den sportlichen Niedergang noch am einfachsten nachzeichnen. Wenn zwei Fünf-Sterne-Spieler seit Wochen nicht einmal mehr ihren Einsatz in der Startelf rechtfertigen, dann wird es dramatisch. Wenn mit Ibrahim Afellay und Marco Höger zwei weitere wichtige Spieler seit Wochen ausfallen, dann ist Schalke in Not. Dann wird aus der Situation mehr als eine Ergebniskrise. Dann geht es ans Eingemachte und spielt jedem Gegner in die Karten.

Natürlich mündet dies alles in einer Trainerdiskussion in der sich Huub Stevens leider nicht sehr geschickt anstellt. Anstatt Fehler klar anzusprechen und die Verantwortlichen auch verbal in die Pflicht zu nehmen, stellt er sich weiterhin vor „seine Jungens“ und wiegelt jede Nachfrage barsch ab. Stevens will der „Vater“ sein, der sein Team schützt. Das ehrt ihn. Sein Problem: Die „Jungens“ danken es ihm nicht. Damit macht er sich angreifbar.

Seit ein paar Wochen schon kursieren nicht nur hier im Blog Kommentare, deren Inhalt der Wunsch ist, Schalke möge sich irgendwie in die Winterpause retten. Diese Chance ist mittlerweile vertan. Seitdem hat Schalke alles verloren, was man verlieren konnte und selbst das wenige, was man gewinnen konnte, wurde nicht gewonnen. Zwei Punkte aus fünf Spielen haben nichts mit „In die Winterpause retten“ zu tun. Zwei von 15 möglichen Punkten kommen einem komplett eingestellten Spielbetrieb nahe. Ich kann dieses „In die Winterpause retten“ nicht mehr hören.

Mehr zum Spiel schreibt Marcus Bark für sportschau.de.

Abgelegt unter Schalke

17 Kommentare zu “Immer noch ein wenig schlechter als zuvor”

  1. Stephanam 10. Dezember 2012 um 09:11 1

    Ich glaube das “in die Winterpause retten” ist auch eher auf den Fan an sich gemünzt. Ich will diesen Scheiss nicht mehr sehen und freue mich, dass eine Winterpause ansteht. Wir werden dann zwar irgendwo im nirgendwo stehen und auch nicht mehr im Pokal vertreten sein, aber so isses nunmal. Held steht m.M. nach in der Pflicht ein Ultimatum für Vertragsverlängerungen zu stellen und sich nicht weiter zum Deppen machen zu lassen. In der Winterpause gibt es sicher irgendwelche “Backup”-Stürmer die bei namhaften Clubs in der 2. Reihe stehen, aber zumindest noch hungrig sind. Wenn ich sehe wie unsere Spieler immer wieder hinterhertraben, statt im Sprint das Letzte zu geben, könnte ich kotzen.

  2. derGrafschafteram 10. Dezember 2012 um 11:24 2

    held muss mal was machen.
    z.b. holtby und huntelaar suspendieren.
    warum spielen klasse leute wie metzelder nicht?
    wir könnten es auch mal mit spielern aus der 2. mannschaft
    versuchen, mit kolanisac, escudero und wieso holt er nicht
    unseren stürmer hofmann von paderborn zurück?
    bestimmt sind auch in der aktullen a-jugend spieler dabei, die
    gern für den “kumpel -und malocherclub” (leitbild) spielen.
    man kann auch sagen: die ewige krise.

  3. Chrisam 10. Dezember 2012 um 11:29 3

    Wenn ich sehe wie unsere Spieler immer wieder hinterhertraben, statt im Sprint das Letzte zu geben, könnte ich kotzen.

    Das finde ich auch das unfassbarste. Rennen kann man nämlich auch, wenn man einen schlechten Tag hat (oder einen schlechten Monat, bzw. zwei). Dazu wirkt die Mannschaft taktisch total grün. Beim ersten Gegentor decken die Jungs den Raum nach links und nach rechts und nach vorne zum Stuttgarter Tor hin ab, aber niemand deckt nach hinten. Ständig kommt es zu Situationen, in denen wir bei Flanken mit zwei gegen vier im Strafraum stehen. Selber dagegen haben wir alles aufgegeben, was es so an Spielzugmöglichkeiten gibt. Die Flanken aus dem Halbfeld erinnern an grottige Zeiten der Nationalmannschaft, sind aber kein Wunder, wenn niemand “Linie geht” sondern sich alle nach innen verdrücken. Auf den Punkt gebracht hat es diesmal Christian Fuchs. Sein lächerlich stümperhaftes Einsteigen vor dem (berechtigten) Elfmeter steht symbolisch für die Spielweise der Mannschaft. Man könnte denken, sie hätten das Messer eines Wettpaten am Hals und täten deshalb alles, um nur ja nicht zu gewinnen.
    Am Samstag habe ich vor Wut vor dem Bildschirm gekocht wie schon lange nicht mehr.

  4. Henningam 10. Dezember 2012 um 11:51 4

    Es ist tatsächlich so, dass beim 1:0 und beim 3:1 jeweils einige Spieler nicht durchgelaufen sind. Insb beim vorentscheidenden 3:1 kommen 3 Stuttgarter nach für den zweiten ball, erst dahinter traben alle schalker! Das sah schon arg nach “keine Lust” aus!

  5. Matthiasam 10. Dezember 2012 um 12:10 5

    Direkt mal ein paar Anmerkungen. Und glaubt mir, ich bin mindestens ebenso traurig / sauer / verzweifelt wie ihr.

    Heldt muss mal was machen. z.B. Holtby und Huntelaar suspendieren.

    Suspendieren? Warum? Weil sie unter Form spielen? Das Kernproblem sehe ich darin, dass uns die Alternativen fehlen. OK, für Holtby ließe sich noch jemand im Kader finden, aber bei Huntelaar ist es nunmal so, dass wir ihm und seiner Form derzeit auf Gedeih und Verderb ausgeliefert sind. Da bringt auch eine Suspendierung nichts, für dich ich ohnehin keinen Grund sehe. Das fällt einfach unter die Rubrik “Dumm gelaufen” und gehört auf die Agenda für die kommenden Transferperioden.

    Warum spielen klasse Leute wie Metzelder nicht?

    Am Samstag hätte uns auch Metzelder nicht weitergeholfen. Wenn überhaupt wäre er für Matip gekommen und der war an den drei Gegentoren – soweit ich mich erinnern kann – nun wirklich nicht schuldhaft beteiligt und generell noch einer der besseren in Stuttgart.

    Wieso holt er nicht unseren Stürmer Hofmann von Paderborn zurück?

    Wenn das so einfach wäre, würde es Heldt sicherlich in Erwägung ziehen. Aber während der laufenden Hinserie war ein Wechsel ohnehin aufgrund des geschlossenen Transferfensters nicht möglich. Und jetzt in der Winterpause? Sollte man wirklich Geld für die frühere Rückkehr eines eigenen Spielers bezahlen, der dann bestenfalls als Joker Einsatzchancen hätte? Ich weiß es nicht.

    Bestimmt sind auch in der aktuellen A-Jugend Spieler dabei, die gern für den “Kumpel -und Malocherclub” (Leitbild) spielen.

    Ja, ganz bestimmt sogar! Die Frage ist jedoch: Würden uns Spieler ohne jegliche Erfahrung im Profigeschäft jetzt wirklich ad-hoc weiterbringen oder wäre das nicht doch nur eine Form von blindem Aktionismus? Das Problem sehe ich darin, dass unsere Jungs derzeit einfach zu viele “Anfängerfehler” machen. Weitere “echte Anfänger” werden dieses Problem kaum lösen.

    Auf den Punkt gebracht hat es diesmal Christian Fuchs. Sein lächerlich stümperhaftes Einsteigen vor dem (berechtigten) Elfmeter steht symbolisch für die Spielweise der Mannschaft.

    Wobei ich mich auch frage, warum Fuchs plötzlich in der Position eines Innenverteidigers auftaucht. Klar, er stellt sich maximal-dumm beim Elfmeter an, aber der Fehler wurde vorher gemacht, u.a. von Uchida, der sich leider viel zu leicht überlaufen lässt.

    Und dann sehe ich noch zwei weitere Probleme. Ist euch schonmal aufgefallen, dass in der letzten Zeit grundsätzlich die “falschen” Leute bei uns zum Abschluss kommen? Jones steht in den letzten Spielen x-Mal frei vor dem Tor, ist aber kein Stürmer. Höwedes darf ein paar Mal mit dem Fuß (!) im Strafraum (!) abschließen. Und selbst Matip schafft es, mit “Bärenläufen” aus der eigenen Hälfte in bessere Schusssituationen zu kommen, als Holtby in den letzten vier bis sechs Wochen. Lassen uns die Gegner bewusst “am langen Arm verhungern” oder ist das nur Zufall.

    Das zweite Problem ist die Verletzung von Afellay im unnötigsten Länderspiel des Jahres. Wäre so etwas Robben oder einem deutschen Nationalspieler passiert, würden die Medien kein anderes Thema kennen. Selbst ein “simpler” Kreuzbandriss bei Badstuber wird fast zum Anlass genommen, Lichterketten auf den Straßen zu organisieren. Afellay fehlt uns derzeit an allen Ecken und Enden und keiner will es so richtig wahrhaben.

    Es ist – und das schrieb ich vor einer Woche schon – einfach eine richtige Scheiß-Phase, in der wir uns befinden. Ich glaube nicht, dass uns schnelle Lösungen da heraushelfen. Ich befürchte viel mehr, dass uns schnelle Lösungen perspektivisch gesehen noch viel mehr kaputtmachen können.

    Wir müssen mit dem – übrigens sehr guten! – Kader und einem Trainer, der ja nun auch nicht über Nacht alles verlernt haben kann, weitermachen. Zehn Spieltage lang sind wir damit sehr gut gefahren. Irgendwo muss doch die Stellschraube sitzen, an der man das ganze wieder ins Lot justieren kann.

  6. [...] Schalkefan kritisiert den Trainer. Natürlich mündet dies alles in einer Trainerdiskussion in der sich Huub [...]

  7. Benjaminam 10. Dezember 2012 um 12:17 7

    Danke für diesen sachlichen Kommentar zur aktuellen Situation. Liest man derzeit nicht so oft. Kein Wunder bei der enttäuschten Schalker Seele, nachdem man im ersten Drittel der Saison noch hoffen durfte, dass eine gute Serie gespielt wird.
    Deine Worte treffen es sehr gut und sollten den Ausgangspunkt für die nächsten Überlegungen in der Mannschaft markieren. Hoffentlich lesen die “da oben” deinen Blog. ;)

  8. Malaoshiam 10. Dezember 2012 um 12:21 8

    Interessante Taktik, rechts vorne ohne Mittelfeld und Sturm zu spielen. Ohne zu wissen, was der Plan dahinter war, denke ich, das Konzept ist aufgegangen und wurde konsequent umgesetzt. Das hat für Uschi, der keinen Sahnetag hatte, das Spiel nicht leichter gemacht. Nur der Support war am Samstag über die vollen 78 Minuten einwandfrei.

    Können wir eigentlich Hoffmann schon im Winter von Paderborn zurückholen?

  9. Matthiasam 10. Dezember 2012 um 12:43 9

    Hoffentlich lesen die “da oben” deinen Blog.

    Nee, Benjamin. Dieser “Hoffnung” gebe ich mich nicht hin und ich weiß auch nicht, ob es erstrebenswert wäre. Letztendlich sind wir alle, die wir hier und in den anderen – beispielswese deinem – Blogs kommentieren und diskutieren, ja nur externe und fachfremde Beobachter. Und auch wenn die “Blogosphere” für uns ein völlig normaler und wichtiger Teil des “Erkenntnisgewinns” ist, dürfen wir uns nicht der Illusion hingeben, dass wir wirklich etwas verändern können. Ich persönlich finde das übrigens auch gar nicht schlimm, denn wenn ich Vereinspolitik machen wollte, würde ich die JHV mit Anträgen zuballern und mich in den unterschiedlichsten Gremien engagieren. Zwischen “Fan” und “Verein” ist dann eben doch noch immer ein Unterschied und Blogs sind eindeutig “Fan”.

    Was ich weiß – und das definitiv, ohne es jedoch weiter auszuführen – ist, dass die versammelte Schalker Bloglandschaft, obwohl mit Abstand die aktivste der gesamten Bundesliga, in der Wahrnehmung der handelnden Personen unseres Vereins überhaupt keine Rolle spielt. Wenn überhaupt, werden wir – also Blogger und Kommentatoren – sehr kritisch gesehen und in einen Topf mit den sich auf Facebook und/oder DerWesten auskotzenden Lümmels geworfen. Eigene Meinung, kritisch und streitbar aus purer Leidenschaft publiziert, ist dem FC Schalke suspekt, da er nicht wissen kann, in welche Richtung diese Meinung als nächstes ausschlägt. Dementsprechend fasst er die Blogs nicht einmal mit der Kneifzange an.

    Das hört sich jetzt aber schlimmer an als es wirklich ist, denn letztendlich muss der FC Schalke natürlich die “Informationshoheit” behalten. Und das gelingt am einfachsten, indem man Blogs komplett aus der Wahrnehmung ausklammert. Ja, das finde auch ich schade, aber unter dem Strich lässt es mich vielleicht sogar etwas besser schlafen.

  10. benam 10. Dezember 2012 um 12:59 10

    Der Ofen ist wohl wirklich aus, wenn wir gegen eine Mannschaft in der zweiten Halbzeit KEINE einzige echte Tormöglichkeit erspielen
    - Die erst vor 43 Stunden gespielt hat
    - 7 Spieler verletzt sind
    - Der Kaderetat nur ca. 50-60% von unserem beträgt
    - die auch mal gegen Molde verliert

    Es sind leider viele Faktoren, welche zusammen kommen und sich auch noch gegenseitig verstärken.
    Die Mannschaft wusste im 4 4 2 nicht wie sie sich zu bewegen hat. Die Spieler haben zu lange überlegt. Dann kommt man auch nicht in die Zweikämpfe und ist zu weit weg vom Gegner.

    Wenn es nicht klappt ordentlich zu verschieben und die Räume eng zu machen wird es extrem schwierig. Klar geht dem 1:0 ein Fehlpass voraus, aber die passieren das Umschaltspiel, die Zuordnung und die Abstimmung waren nicht bundesligatauglich.

    Huub trägt zwar die Verantwortung, aber hier müssen sich mal operativ verantwortlichen Co Trainer an die Nase fassen( Gisdol und Seppo)

    Als zweiter Punkt kommt die Verunsicherung, wenn ich dann noch keine Handlungsanweisung als Spieler habe, wie ich mich bewegen soll, verstärken sich die beiden Faktoren gegenseitig.

    Ein paar Erkenntnissen zu den Spieler:
    - Uschi brauch man eigentlich nur aufstelen , wenn Farfan spielt.
    - Matip mach so viele Sachen richtig gut und leider trotzdem immer in eins zwei Situationen alles falsch
    - Hat Neustädter zwischenzeitlich einen Nutellaspot gedreht?
    - Jones will unbedingt seine Wette mit Heldt gewinnen. Es geht ja nur um gelbe Karten
    - Barnetta hat es nicht leicht, aber das er so schlecht ist, hätte ich nicht erwartet
    - ….

  11. malteam 10. Dezember 2012 um 13:20 11

    Mich irritieren vor allem diese vielen kleinen Abstimmungsprobleme, die sich seit etlichen Spielen nicht mehr abstellen lassen. In gefühlt 50% der Situationen startet ein Spieler in die Gasse und bekommt den Ball dann in den Rücken. In den anderen 50% wartet er auf einen Ball in den Fuß und der landet stattdessen in der Gasse:). Sehr häufig passiert das schon im Mittelfeld beim Spielaufbau und nahezu immer auf dem Weg in den Strafraum. Wenn es dann mal klappt in eine aussichtsreiche Position zu kommen werden wieder sehr häufig die falschen Entscheidungen getroffen. Wenn es mal eine aussichtsreiche Schussposition gibt, wird umständlich abgespielt, wenn ein anderer deutlich besser steht, wird der Ball in die Füsse der Verteidiger gedroschen.

    Zu der Wahrnehmung im Verein: Ich glaube nicht, dass ihr (die Blogger) komplett unter dem Radar fliegt, zumindest in den internet-nahen Teilen der PR-Abteilung solltet ihr keine Unbekannten sein. Wahrscheinlich wird keiner der handelnden Akteure hier regelmäßig mitlesen und sich mit Sicherheit nicht durch einen Blogbeitrag in seinem Handeln beeinflussen lassen. Aber ein bisschen Schade finde ich die mangelnde “Würdigung” der aktiven Blog-Landschaft schon. Ein Artikel im Kreisel oder ein Bericht auf Schalke TV sollte da doch mal drin sein.

  12. eakus1904am 10. Dezember 2012 um 13:23 12

    Wenn überhaupt, werden wir – also Blogger und Kommentatoren – sehr kritisch gesehen und in einen Topf mit den sich auf Facebook und/oder DerWesten auskotzenden Lümmels geworfen.

    Ist das von vereinsseite wirklich so? Das ist hart. Nicht, dass man der Meinungsäußerung in den Blogs wenig Beachtung schenkt, sondern dass man diese mit den geistigen Ergüssen von Facebook und Co gleichsetzt. Denn das habt ihr ALLE nicht verdient. Sowohl die Kommentare sind allein aufgrund der (meist) richtigen Anwendung der deutschen Rechtschreibung ein deutliche Qualitätsspung gegenüber FB!

    Und ich möchte behaupten, dass ein Blogger für einzelne Artikel länger recherchiert, als die “DerWesten” Redaktion das in der kompletten Hinrunde insgesamt getan hat!

    Insofern nutze ich jetzt mal zum Jahresende hier die Zeit, Danke zu sagen. (Dieser Dank gilt ,stellvertretend an dieser Stelle, allen Schalke Bloggern!)
    Danke für eure abwechslungsreiche, informative Berichterstattung, die mir sehr oft ein Lächeln, ab und zu vielleicht auch mal die Zornesröte ins Gesicht trieb, aber eines immer war: Lesenswert!

    Danke für die vielen Statistiken, Tabellen und Rückblicke, die die königsblaue Geschichte damit immer wieder in Erinnerung gerufen haben.

    Danke für die vielen guten Diskussionen, die sich in den Kommentaren ergeben haben. Klar, da sind in erster Linie die Kommentatoren selbst für verantwortlich,aber nur durch die guten Startbeiträge kann auch eine gute Diskussion entstehen. Es ist schön zu sehen, dass man unter Schalkern virtuell diskutieren kann, ohne sich gleich Beleidigungen an den kopf zu werfen, wie es beispielsweise im offiziellen Schalke-Forum an der Tagesordnung ist.

    Und zu guter letzt Danke für die vielen kleinen Geschichten rund um den S04, die nicht unbedingt etwas mit dem aktuellen Spieltag zu tun haben so wie die Möglichkeiten, sich selbst interaktiv zu beteiligen!
    Macht alle so weiter, dann bleibt einem 2013 zumindest weiterhin die Freude an den Blogs, wenn die Mannschaft nicht doch nochmal den Dreh bekommt! Glückauf!

  13. Heikoo4am 10. Dezember 2012 um 14:17 13

    Hallo, ja der Fuchserl stellt sich bei dem Elfer nicht gerade geschickt an O.K., aber da muß man auch nicht zwingend `nen Elfer geben, und bei Jones hätte es definitiv auch `ne gelbe getan, gut deshalb hätten wir wohl trotzdem verloren, mir geht es in der letzten Zeit auch eher um die Einstellung von den Jungens.
    Jermaine und Papa mal ausgenommen, sollte man dem Rest mal erklären um was es eigentlich geht, gut Vereinstreue zählt bei den meisten Spielern heute ja sowieso nicht mehr, Meister und ChampionsLeague das ist das was jeder spielen will und da muß einer der Mannschaft mal erklären das es an Ihr und nur an Ihr liegt sowas zu erreichen. Da muß man sich dann mal zu einem Verein oder einer Mannschaft bekennen und sagen : Ja mit der Truppe will ich CL spielen und dafür auch alles tun, dann würde es auch klappen 100%tig.
    Aber da sind ja noch Vertragsverhandlungen und andere Vereine, ich frage mich wieviel Gier da noch ist um noch mehr Knete zu scheffeln oder was auch immer für Gründe da eine Rolle spielen.
    Warum sagt ein Huntelaar oder ein Holtby nicht klar und deutlich : der S04 ist mein Verein, hier bleibe ich und mit dem Club werde ich Meister und spiele CL !
    Dann wären die Köpfe frei und mit dem nötigen Willen ginge es dann auch nach vorne, bestimm und sicher.
    Das würde allerdings voraussetzen das sich die Mannschaft genauso zum Verein bekennt wie die Fans, welch ein Traum, aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.
    Ja, ich weiß in der Welt des heutigen Fußballs ist das vielleicht naiv gedacht, aber es könnte so einfach sein.
    Horst Heldt will ja in nächster Zeit nur noch Spieler verpflichten die auch bei dem Verein bleiben wollen, für diesen Vorsatz alles, alles Gute und viel Erfolg !
    In diesem Sinne, lang lebe Marcello Bordon !
    Glück auf und gutGEhn

  14. Matthiasam 10. Dezember 2012 um 14:32 14

    Ja, Heiko, da sprichst du wohl vielen aus der Seele. Auch ich habe immer ein Problem damit, wenn ein Spieler im Interview Sätze von sich gibt wie:

    In erster Linie geht es mir darum, in den nächsten Jahren konstant um Titel mitzuspielen und in der Champions-League aktiv zu sein!

    Ich sitze dann immer fassungslos vor dem Fernseher und rufe: “Ja, dann mach’ es doch! Ich bin der Letzte, der sich über CL-Teilnahmen und Titel für Schalke beschwert. Meinen Segen hast du.”

    Allerdings wissen selbst wir Fußballromantiker doch alle, dass die Aussage letztendlich nichts anderes bedeutet als:

    Ich möchte in einem Starensemble spielen, das auch wenn ich mal nicht gut drauf bin dennoch mindestens nationaler Meister wird, ohne dass ich mir ein Bein ausreißen muss. Aber ein sicherer Stammplatz sollte es dann schon sein.

    Das ist halt so. Da ändern wir nix dran. Es sind die üblichen Fußballerfloskeln, die die Jungs ab und zu von sich geben, sich dabei besonders eloquent vorkommen und gar nicht merken, wie sehr sie uns Fans damit wehtun. Ich denke, so hartgesotten sollten wir nach einem Vierteljahrhundert “Moderner Fußball” mittlerweile sein.

  15. Der Griecheam 10. Dezember 2012 um 14:45 15

    “Afellay fehlt uns derzeit an allen Ecken und Enden und keiner will es so richtig wahrhaben.”
    Das ist für mich mit das Hauptproblem, denn seit Affelay und Höger nicht mehr da sind, gibt es keine Konkurrenzsituation mehr im Kader, d.h. die Spieler wissen, dass sie spielen werden, egal wie schlecht ihre Leistung ist (den Obasi-Einsatz werte ich mal als Ausnahme). Nach dem guten Saisonstart las man häufiger, dass “Affelay die Schalker auf eine neue Ebene hebt”, also aus einem guten ein sehr gutes Team macht. Ich finde es auch bemerkenswert, dass das so wenig als Grund für die aktuelle Misere herangezogen wird. Man tut so, als habe Affelay nie für Schalke gespielt, bzw. sei ein x-beliebiger Ersatzspieler, der halt grade verletzt ist. Das wird ihm überhaupt nicht gerecht.

    ” bei Huntelaar ist es nunmal so, dass wir ihm und seiner Form derzeit auf Gedeih und Verderb ausgeliefert sind.”
    Meinst du wirklich, in der aktuellen Lage wäre nicht Marica die bessere Alternative? Nach den letzte Spielen würde ich Huntelaar im Winter verkaufen, wenn ein Verein ausreichend Geld bietet, und davon dann einen Ersatz kaufen. Ich glaube, das ist besser als noch ein halbes Jahr Huntelaar, der seiner Form hinterherläuft.

  16. Daniel Ku.am 10. Dezember 2012 um 18:33 16

    Zu Afellay: Ich möchte auch nicht wahrhaben, dass es nur an einem Spieler liegt, dass auf einmal nichts mehr funktioniert. Zumal uns dieser Spieler definitiv nächste Saison nicht mehr zur Verfügung steht. Und dann?
    Zu Huntelaar: Sollte an dem Angebot über 15 Millionen zur Winterpause(verrückter Wahnsinn) was dran sein, bitte sofort weg mit Huntelaar. Allein aus kaufmännischer Sicht wäre es grob fahrlässig, solch ein Angebot auszuschlagen.
    Klingt undankbar, ob der Tore, die er letztes Jahr für uns geschossen hat? Nö! Er hatte ja auch genug Zeit, sich für uns zu entscheiden. Langsam ist’s mal gut!

  17. Der Hansam 10. Dezember 2012 um 21:30 17
    Wieso holt er nicht unseren Stürmer Hofmann von Paderborn zurück?

    Wenn das so einfach wäre, würde es Heldt sicherlich in Erwägung ziehen. Aber während der laufenden Hinserie war ein Wechsel ohnehin aufgrund des geschlossenen Transferfensters nicht möglich. Und jetzt in der Winterpause? Sollte man wirklich Geld für die frühere Rückkehr eines eigenen Spielers bezahlen, der dann bestenfalls als Joker Einsatzchancen hätte? Ich weiß es nicht.

    Nur zur Erinnerung: Aufgrund des im Sommer auslaufenden Vertrages wurde Edu nur für die Hinrunde nach Fürth verliehen. Der könnte also, sollte er nicht veräußert werden, ab Januar wieder öfter im Berger Feld gesichtet werden.

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