Keine Fahne, keine Punkte

11. Dez. 2006 | Keine Kommentare

Siege gegen den Nachbarn aus Dortmund haben heutzutage irgendwie ihren Reiz verloren. Was waren das noch für Zeiten, als man als Schalker ins Stadion ging und bangte, dass man irgendwie einen Punkt oder gar einen Sieg ergattern kann. Heute ist ein Sieg gegen den BVB einfacher, als einem Kind den Lolli wegzunehmen. Zumindest in der verbotenen Stadt, wo man zuletzt nach Lust und Laune die Punkte einsackte. In der heimischen Arena tat sich S04 in jüngerer Vergangenheit etwas schwerer, musste fünf Jahre auf einen Heimsieg gegen Dortmund warten. Gestern war es soweit.

Der BVB konnte im 128. Revierderby nur in der Anfangsphase mithalten und wurde danach von teilweise sehr gut aufspielenden Schalkern geradezu eingemacht. Ein Freitstoß-Treffer des überragenden Christian Pander (14. Minute) und ein Kopfballtor von Kevin Kuranyi (25.) stellten die Weichen früh auf Sieg. Eine Minute nach dem Wiederanpfiff erzielte Peter Lövenkrands mit einem tollen Konter, eingeleitet durch Kuranyi, das 3:0 – spätestens da war der Drops gelutscht. Schalke diktierte das Geschehen auf dem Rasen nach Belieben und hätte dem BVB noch zwei, drei Tore einschenken können. Letztendlich aber gönnte man den ungefährlichen Gästen sogar noch den späten Ehrentreffer (Frei, 82.) und sparte Kräfte für das letzte Spiel der Hinrunde am kommenden Samstag in Bielefeld.

Durch den Dreier im Derby bleibt Schalke ganz oben dran, ist punktgleich mit dem Tabellenführer aus Bremen, während der BVB weiter im Niemandsland der Liga dümpelt. Und auch in einem weiteren Punkt ist Königsblau den schwarz/gelben derzeit haushoch überlegen: Wir haben nicht nur noch alle Fahnen – wir haben seit einigen Wochen auch endlich wieder eine Mannschaft, die mit Leidenschaft aufspielt. Das gefällt! Berichte zum Spiel liest man im kicker, auf sport1.de, in der FAZ und im Spiegel.

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