Lewis Holtby ziert sich

25. Jul. 2012 | 8 Kommentare

Lewis Holtby zögert bei den Verhandlungen um eine Verlängerung seines 2013 endenden Vertrages beim FC Schalke 04. Stattdessen kokettiert er öffentlich mit angeblichen Angeboten aus der Premier League. Ich kann es verstehen.

Von den drei Jahren, die Holtby bei den Knappen unter Vertrag steht, verbrachte er nur knapp die Hälfte in Gelsenkirchen. Bei der erstbesten Möglichkeit wurde er von Felix Magath im Winter 09/10 zum VfL Bochum ausgeliehen. Als die Jungs von der Castroper Straße abstiegen suchte und fand Magath einen neuen Leih-Verein für den Erkelenzer. In Mainz wurde er zum Publikumsliebling, Star, erhielt persönliche Werbeverträge und spielte sich in die A-Nationalmannschaft. Zurück auf Schalke begann das Positions-Geschiebe. Weder Rangnick noch Stevens fanden bislang die perfekte Verwendung für den quirligen Jungen. Keiner der drei Trainer, die Lewis Holtby auf Schalke kennenlernte, wusste so recht etwas mit ihm anzufangen. Es gibt bessere Voraussetzungen für die Bildung einer blau-weißen Seele mit einhergehender ewiger Vereinstreue.

Gestern, beim Kirmeskick gegen Mailand, musste sich Holtby die präferierte Spielmacherposition mit Julian Draxler teilen. Für uns Fans mag diese Lösung sinnvoll erscheinen. Dass ein hungriger Spieler auch nach links und rechts schielt weil er keinen Bock auf Job-Sharing hat, kann ich nachvollziehen. Erneut bin ich froh nicht den Job von Horst Heldt machen zu müssen.

 

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8 Kommentare zu “Lewis Holtby ziert sich”

  1. Diego_04am 25. Juli 2012 um 08:34 1

    Ist doch klar, dass sich Holtby ziert. Und ist auch klar, wenn sich einer ziert, ist man nicht mehr erste Wahl. Das war bei den Damals-noch-nicht-gänzlich-Exfreundinnen so und zwischen Holtby und Schalke ist es auch so. Da er nur noch ein Jahr Vertrag hat, sollte man keine abwartende Position (das wird schon wieder) beziehen, sondern verkaufen. Schade drum ist es allemal, aber das war ja auch bei der ein oder anderen Ex der Fall.

    Im übrigen hätte ich wenig Bedenken, dich als Manager auf Schalke zu installieren. Dir würde es jedenfalls in ersten Linie um Schalke gehen. Und alles andere kann man in der VHS lernen.

  2. mettskillzam 25. Juli 2012 um 12:07 2

    Absolut verständliche Reaktion von Holtby. Finde, dass von Seiten der Schalker Verantwortlichen nicht wirklich fair mit ihm umgegangen wird. Er wurde als 10er geholt, wurde dann ausgeliehen und hatte dann Raul vor der Nase. Und anstatt ihm jetzt das Vertrauen auszusprechen, wird ihm der wesentlich jüngere und unerfahrenere Draxler vor die Nase gesetzt – warum auch immer.

  3. dergrafschafteram 25. Juli 2012 um 14:02 3

    warum geht man mit einem spieler so um?
    er kanns doch , oder geht das nur mit tuchel? dann ist es ein armutszeugnis der trainer auf schalke04.er hat tolle anlagen,
    spielwitz, zeigt einsatz, identifiziert sich mit dem verein.
    muss erst werder ihn zum nationalspieler machen? warum hat man kein vertrauen? das paßt zwar nicht zusammen aber:
    spieler wie obasi und marica hofiert man und lewis holtby?
    heldt mach es…

  4. Chrisam 25. Juli 2012 um 23:26 4

    Da er nur noch ein Jahr Vertrag hat, sollte man keine abwartende Position (das wird schon wieder) beziehen, sondern verkaufen.

    Ist auch meine Meinung.

    Ich habe ihn in seiner Mainzer Saison nicht mehr richtig vor Augen. Aber ich meine mich zu erinnern, dass er auch bei Tuchel in der Rückrunde mehr draußen saß als drinnen lief.
    Was ich von ihm gesehen habe auf Schalke fand ich mäßig. So richtig aufgefallen ist er nur mit seinen Sprüchen. Da dachte ich manchmal, die Rakete sei zurück auf Schalke.

  5. Matthiasam 26. Juli 2012 um 11:21 5

    Ich weiß nicht, ob man hier schwarz oder weiß sehen muss. Holtby hat gute Anlagen, er hat es auch schon ein paarmal bewiesen. Schalke hatte in der vergangenen Saison gute Argumente ihn nicht auf die 10 zu stellen und in der kommenden Saison bewirbt sich mit Julian Draxler ein ebenso talentierter Junge um die vakante Rolle. Ich sehe hier weder die “Schuld” bei Holtby noch beim Verein. Ich kann in diesem speziellen Fall beide Seiten verstehen: Holtby, der gerne wieder der mit (auf dem Spielfeld) Sonderrechten ausgestattete Star wie in seiner Hinrunde in Mainz sein möchte. Schalke, das Julian Draxler nicht vor den Kopf schlagen will und darf.

    Es ist eben eine blöde Situation. Oder eine sehr gute. Je nachdem wie man es sehen will.

  6. mettskillzam 26. Juli 2012 um 12:16 6

    Ich finde, dass man einem 18-jährigen nicht vor den Kopf schlägt wenn man ihn in seiner 2. Saison nicht gleich auf eine der wichtigsten Positionen in einer der größten Manschaften Deutschlands setzt. Draxler könnte durchaus hinter Holtby bzw. auf dem Flügel eingesetzt werden, ohne, dass diesem ein Schlag vor den Kopf verpasst wird.

  7. RWDJojoam 29. Juli 2012 um 00:10 7

    Also ich glaube nicht, dass Holtby auf Schalke unglücklich ist. Dass er sich öffentlich nicht zu 100% zu Schalke bekennt, liegt wohl in erster Linie daran, dass er sich damit in eine schwierige Verhandlungsposition begibt. Abgesehen davon ist es eben ein Wunsch von ihm, irgendwann einmal im Land seines Vaters zu kicken. Warum sollte er da zu diesem Zeitpunkt schon die Tür nach England zu machen, indem er in einem Bild-Interview sagt, dass er auf jeden Fall auf Schalke verlängern wird???

    Erstmal sollte man die neue Saison beginnen lassen und gucken, ob und wo Holtby in der ersten Elf aufläuft. Sollte er auf “seine” 10er-Position kommen und dort überzeugen, dann könnte ich mir vorstellen, dass es mit einer Verlängerung sehr schnell gehen kann. Spielt er jedoch nicht oder auf einer ungeliebten Position, dann wird es wohl eine Hängepartie…

  8. Chrisam 29. Juli 2012 um 01:36 8

    Sollte er auf “seine” 10er-Position kommen und dort überzeugen, dann könnte ich mir vorstellen, dass es mit einer Verlängerung sehr schnell gehen kann.

    Aber mindestens ebenso vorstellbar ist doch, dass dann ein englischer Verein kommt und Holtby nach England lockt. Das gibt für unsere 10 dann die Erfüllung eines Traums und dazu ein fettes Handgeld. Und für Schalke einen Blick in die Röhre.

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