Produkttest: Grill’ mir mal ein Schalke-Steak!

21. Aug. 2012 | 8 Kommentare

Neben vielerlei Spökes besitze ich einen Schalke-Toaster (röstet das Wappen des S04 in Brotscheiben), ein Schalke Waffeleisen (prägt das Wappen des S04 in Waffeln) und einen Schalke-Duschvorhang (röstet oder prägt glücklicherweise gar nichts). Seit neuestem besitze ich auch ein Schalke-Brandeisen, mit dem der detailverliebte Grillmeister sein Schwenksteak im wahrsten Sinne des Wortes „branden“ kann. Das Brandeisen lag dem Schalke 04 Grillbuch von Karsten „Ted“ Aschenbrandt (sic!) bei, das mir der Heel-Verlag mitten in der größten Regenperiode des Sommers zu Rezensionszwecken zukommen ließ.

Nun muss ich zugeben, dass ich nicht der passionierte Griller bin, der ich qua Geschlecht und Leibesfülle sein müsste. Ich besitze keinen „Smoker“, ich grille keine Palatschinken mit Vanilleeis und beim Kauf von Kohle achte ich nicht penibel darauf, aus welchem Holz und bei welcher Mondphase diese hergestellt wurde. Ich lasse mich aber gerne begrillen. Im zurückliegenden Kärnten-Urlaub hatte ich so die Möglichkeit, das Brandeisen endlich auszuprobieren.

Die Anleitung im „FC Schalke 04 Grillbuch“ schlägt vor helles Fleisch (Schwein oder Huhn) zu verwenden und dieses nicht zu marinieren. Zudem sollte man die im Rohzustand gebrandmarkte Seite des Grillguts nicht mit dem Wappen nach unten auf den Rost legen, da sonst das Signet zerstört werden könnte. Klare Worte, ich habe es dennoch komplett anders gemacht. Sprich: Das dunkel marinierte Grillsteak wurde erst auf beiden Seiten gut durchgebraten und kurz bevor es verzehrfertig war durch das in glühenden Kohlen erhitzte Brandeisen markiert. Es hat hervorragend funktioniert!
.

Einmal das erhitzte Brandeisen fest aufpressen …
.

… und fertig ist das Schalke-Wappen im Grillsteak!
.

Testweise habe ich es dann aber auch noch einmal so gemacht, wie es die Bedienungsanleitung vorschlägt. Die nicht marinierte, rohe Hähnchenbrust zischte, das Eiweiß trat aus, verklebte das Brandeisen, das Fleisch faserte und so richtig appetitlich sah es auch nach dem indirekten Garen nicht mehr aus. Aber wahrscheinlich bin ich einfach nicht Fachmann genug und verfüge über den falschen Grill. Ein passionierter Grillmeister schafft mit der Anleitung sicherlich schönere Brandings.
.

Leider nicht ganz so gut gelaufen: “Branden” nach Anleitung.
.

Das eigentliche Grillbuch im Softcover-Einband kommt mit 80 Seiten recht ordentlich daher. Rezepte und Serviervorschläge wechseln gefällig mit Impressionen rund um den FC Schalke 04. Die sechs Kapitel (Rind, Schwein, Huhn, Grillspieße, Beilagen, Desserts) liefern zahlreiche Inspirationen für denjenigen, der aus dem Grillabend eine Leiden- und Wissenschaft macht. Bei dem „Fenchel-Pfeffer-Steaks mit Guacamole-Dip“, „Knoblauch-Crostini mit Taleggio und Feigensenf“ oder anderen ambitionierten Rezepten, deren Namen ich kaum unfallfrei aussprechen kann, beschränke ich mich jedoch ehrlichweise darauf, die tollen Bilder zu bewundern. Andere Vorschläge werde ich bei Zeiten auch einmal selbst ausprobieren.

Mit 19,99 Euro ist das Grillbuch mit Brandeisen nicht ganz günstig. Aber es ist auch nicht so teuer, als dass es die Investition grundsätzlich ausschließt. Insbesondere als Geschenk für Fans dürfte es ein echter Renner werden. Die Reaktionen, die ich vor zwei Wochen via Twitter erhielt, als ich das gebrandete Grillsteak erstmals präsentierte, waren jedenfalls durch die Bank positiv.

Schalke 04 Grillbuch inkl. Brandeisen mit Schalke-Logoamazon.de
Autor: Karsten “Ted” Aschenbrandt
Verlag: Heel
Art: broschiert, 80 Seiten, mit Brandeisen als Zugabe (Buch plus)
Erscheinungstermin: Juni 2012
ISBN-10: 3868525823

Hinweise zu den Rezensionen: Im Rahmen einer lockeren Reihe stelle ich Bücher und Filme vor, die sich mit Schalke im Speziellen oder Fußball im Allgemeinen beschäftigen. Dabei erhebe ich weder den Anspruch der Allwissenheit noch der geschmacklichen Wortführerschaft, lege aber Wert darauf, dass die Rezensionen ausschließlich meine Meinung transportieren und nicht “käuflich” sind. Verlage oder Autoren, die ihre Werke hier besprochen sehen möchten, wenden sich bitte an die im Impressum genannte Adresse.

Abgelegt unter Rezensionen

8 Kommentare zu “Produkttest: Grill’ mir mal ein Schalke-Steak!”

  1. Carlitoam 21. August 2012 um 08:42 1

    Ja, als Geschenkidee für Fans sicherlich ne gute Idee. Und so wie man es eigentlich nicht machen soll, sieht es ja auch klasse aus! ;)

  2. Marius04am 21. August 2012 um 10:31 2

    Das Ding hätte ich am Wochenende gebraucht! Jetzt muss ich hoffen dass der Sommer nicht schon wieder vorbei ist. Freu mich auf den ersten eigenen Test.

  3. Philam 21. August 2012 um 11:16 3

    Wenn man denkt, man hat alle Fanartikel gesehen kommt sowas. Klasse Idee sowas!

  4. martina wienandam 21. August 2012 um 11:36 4

    Hallo ! Hab bei Facebook einen Edelstahlgrill von S04 gesehen . Kann mir jemand verraten wo ich den kaufen kann ?

  5. Markusam 21. August 2012 um 11:59 5

    @martina: Meinst du einen Schwenkgrill, dessen Grillrost komplett aus S04-Logos bestand? So weit ich weiß, war das leider ein Eigenbau.

  6. sequenceram 22. August 2012 um 10:56 6

    Mein erster Gedanke war: “Wie viele Spezialisten werden sich in den nächsten Jahren im besoffenen Kopp selbst verstümmeln um mit nem Schalke-Branding durch die Gegend zu laufen.”

  7. Matthiasam 22. August 2012 um 11:08 7

    Wenn es dieselben Spezialisten sind, die sich das Arschgeweih der Freundin auf die abgedunkelte Heckscheibe ihres Autos haben kleben lassen, dann trifft es wenigstens die richtigen. :)

    Der Hinweis “Aber nicht der Frau auf den Hintern brennen” war allerdings in der Tat einer der ersten, den ich als Feedback via Twitter erhielt. Das Thema scheint eine gewisse Faszination auszuüben. Wer “Jackass 2″ gesehen hat wird jedoch zu dem Schluss kommen, dass derartige Brandings nicht funktionieren.

  8. Dirkam 24. Januar 2015 um 23:19 8

    Bei deiner Beschreibung das du es wie im Buch beschrieben bei indirektem Grillen verwendet hast, stimmt so nicht. Auf deinem Bild ist zu erkennen das du das Fleisch auf der Kohle (also direktes Grillen) liegen hast. Indurejtes Grillen bekommst du wirklich nur in einem Smoker oder Kugelgril hin wo du das Fleisch abseits der Glut im Rauch liegen hast. Fande aber ansonsten deine Rezession gut geschrieben ind unterhaltsam. Werde mir das Brandeisen auf jedenfall auch zulegen. Erstmal für mich und den ganzen 1.FC Köln und BvB Fans in meinem Bekanntenkreis im warsten Sinn des Wortes den Mund zu stopfen.

Kommentare als RSS

Einen Kommentar schreiben